Dieser Durchhänger…

Wenn ich lange an einem Text gebrütet habe, benötigt mein Gehirn ein paar Tage, um sich davon zu erholen.

Einen Text – einen richtigen, bedeutungsvollen – zu schreiben heisst bei mir immer auch, dass mein Gehirn sagen wir zu 50% bei dem Text ist und zwar auch dann, wenn ich esse, bade, spiele, liebe…

Und dann ist er plötzlich raus der Text. Abgeschickt.

Und es entsteht eine Leere. Ich erwache und schaue mich um, meistens herrscht Chaos allenthalben, weil das Prioritätchen natürlich die Situation einer geistig abwesenden Mutter scham- und hemmungslos ausgenutzt hat (nicht, dass ich ihm das zum Vorwurf mache, mit drei Jahren ist das sein Job, alles andere müsste mich direkt zum Psycho treiben) und Mann, wenn ich „so drauf“ bin, grundsätzlich die Flucht in die Werkstatt ergreift und deshalb unmöglich etwas im Haushalt tun kann, so dass paradoxerweise genau immer dann alles an mir hängt, wenn ich weder Kopf noch Zeit dafür habe.

Die entstandene Leere im Innern des Kopfs füllt sich schneller als man „publizieren“ klicken kann mit neuen Gedanken, Ideen, ungefiltert, unstrukturiert. und die Frage taucht auf: „Was nun?“

Was schreibe ich als nächstes? Wie geht es weiter? Wann? So viele Ideen, so wenig Zeit. Und überhaupt. Erst mal schlafen.

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