Wieso nicht mal ein Krimi?

writers at work

Schreiberlinge bei der Arbeit

Nachdem die Bedürfnisse des richtigen Lebens ™ meinen Kopf wochenlang mit Beschlag belegt hatte, feuert er jetzt im Minutentakt Ideen. Als ob er all die verpasste Schreibzeit nachholen müsste. . Aber natürlich kommen die Ideen während den praktischsten Momenten: Beim Prioritätchenhintern putzen beispielsweise oder während Letzeres mir am Bein hängt und „Mamaaaaaaaaaaaa mir ist laaaaaangweilig, will raaaaaaaaaadfahren gehen“ brüllt. Es ist ein Kreuz!

Suspense war bisher nicht so mein Thema, meine Muse schleppte mir immer diese emotionalen, aber spannungsarmen Familiendramen an. Aber seit ich Patricia Highsmit’s „Suspense“ am lesen bin – in Minutenstücklein auf dem Klo! – kommen mir ständig Ideen, wie sich besagte Familiendramen aufpeppen liessen. Es reisst mich mit aller Kraft zum Schreibtisch, ich wünschte mir zwei Wochen Schreibzeit am Stück, wo das Prioritätchen anderweitig versorgt wäre, aber natürlich würde ich dann auch nicht schreiben weil meine Gedanken bei ihm wären und all den verpassten Entwicklungsschritten.

„Wenn man nur alles haben könnte“, seufzte sie dramatisch und nahm noch einen Schluck von ihrem Milchkaffee.

Also die Ideenlosigkeit ist momentan zum Glück ganz und gar nicht das Problem. Jetzt fehlt nur noch die Zeit, um die Ideen vor dem jüngsten Gericht zu Papier bringen zu können. Aber heute bin ich für einmal sehr zuversichtlich, dass auch das noch kommen wird.

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